
"Als ich dieses Unternehmen übernahm, hatte ich noch nie ein Profil in der Hand gehabt. Umso stolzer bin ich auf das Wachstum, das wir erlebt haben." Wim van Rijsingen klingt leidenschaftlich, wenn er über die Geschichte der Ripstaaldem Unternehmen, das er persönlich von einem nationalen Unternehmen zu einem globalen Top-Player gemacht hat. "Bleib innovativ, das ist das Wichtigste!"
Ripstaal entwickelt und produziert ein umfangreiches Sortiment an Stuckprofilen und anderen intelligenten und innovativen Produkten für die Bauausführung. "Wie zum Beispiel Fliesenprofile, Innenraum-Baublatt®, Trockenbau Gipskartonplatten enthüllenund so weiter. Es gibt kein einziges Haus in den Niederlanden, in dem nicht eines unserer Produkte verwendet wird.so die klare Aussage von Van Rijsingen.
Innovation gewinnt!
Ripstaal hat mit einem innovativen Produkt viel Aufmerksamkeit erregt: dem Ripstaal KlicK-Brettein faltbares Eckprofil, das an variablen Längen von Plattenmaterial befestigt wird.
"Mit dem KlicK-Board haben wir den europäischen Preis für die 'beste Innovation im Bauwesen' gewonnen. Wir haben dann weltweit den zweiten Platz belegt, hinter Amerika. Es ist eine ideale Lösung für Stuckateure: Sie müssen keine Strukturen (wie Vouten, Säulen, Wände und Deckenkonstruktionen) selbst bauen und verputzen. Man klickt einfach das System auf, setzt die Wand ein, schmiert sie und fertig!' Wir liefern eine Lösung für zwei große Herausforderungen im Bauwesen."
Mehr Gewinn, mehr Spaß
"Wir haben errechnet, dass das KlicK-Board zu achtzig Prozent der Arbeit zugute kommt". Sagt Van Rijsingen. "Mit diesem Produkt bieten wir eine Lösung für zwei große Herausforderungen im Baugewerbe: Es muss immer schneller und billiger werden, und es gibt einen zunehmenden Mangel an Fachkräften. Darüber hinaus sorgt das KlicK-Board dank seiner Einfachheit und Effizienz für mehr Arbeitszufriedenheit".
"Wir haben einmal einen Wettbewerb in Belgien veranstaltet. Wir haben Gipser herausgefordert, sich mit unserem KlicK-Plattensystem zu messen. Wer seine Wand schneller verputzt hatte, konnte einen Pauschalurlaub gewinnen. Ich kann Ihnen sagen: Die Ärmel wurden hochgekrempelt! Aber sie hatten keine Chance, ich musste nichts verschenken. Das hat mir nur viele neue Kunden gebracht!"

Deal im Flugzeug
Van Rijsingen hat Ripstaal Anfang 2007 von seinem Vorbesitzer übernommen. Dieser Berufswechsel (Van Rijsingen war Unternehmer in der Marmor- und Natursteinbranche) ergab sich mehr oder weniger zufällig.
"Ich saß in einem Flugzeug nach Italien, auf dem Weg, eine neue Partie Steine zu kaufen. Neben mir saß ein Freund des Eigentümers von Ripstaal. Er sagte mir, dass es keinen geeigneten Nachfolger gäbe. Ich wusste genug. Von klein auf hatte ich eine Affinität zum Bauwesen, und ich wollte unbedingt ein Unternehmen leiten, in dem ich mit Großhändlern und nicht direkt mit Verbrauchern zu tun hatte. Einige Monate später übernahm ich Ripstaal."
Jenseits der Grenze
Zu dieser Zeit hatte Ripstaal nur niederländische Kunden, mit Ausnahme eines Kunden aus Belgien. Van Rijsingen wagte schnell den Schritt über die Grenze
"Wir haben unsere Produktionslinien verdoppelt und sind jetzt in vierzehn Ländern mit Büros in England und Italien tätig. Vor kurzem haben wir unsere Produktionslinien auf Länder wie Amerika, Kanada und Dubai ausgeweitet. Der Preis, den wir mit dem KlicK-Board gewonnen haben, ist ein großer Schub für uns. Unsere anderen Produkte, die aus Alu-Zink, Edelstahl und PVC hergestellt werden, gehen mit dem Strom".
Innovation hört nie auf
Van Rijsingen glaubt, dass Innovation die wichtigste Voraussetzung für das Wachstum seines Unternehmens ist. Er hat zahlreiche Beispiele aus der Praxis, die zeigen, dass es sich lohnt, auf den Kunden zu hören und seine Geschäftstätigkeit entsprechend anzupassen.
"Innovation hört nie auf. Ein gutes Beispiel ist der Klickstreifen des KlicK-Boards: Er war zu stark. Ich bin für eine Demonstration für potenzielle Kunden nach Kanada geflogen, aber als ich die Platten nach der Landung in einen Neunzig-Grad-Winkel biegen wollte, hat das System nicht geklickt. Wie sich herausstellte, war der Kunststoff im Flugzeug steif geworden. "Warte eine Stunde", sagte ich. Als das Material wieder Raumtemperatur hatte, funktionierte es perfekt."
"Dieses Beispiel hat uns zum Nachdenken gebracht. Was passiert, wenn man in der Kälte oder gar bei Frost arbeitet? Schließlich haben wir unserem Kunststoff Weichmacher zugesetzt. Er ist immer noch genauso stark, aber ein paar Grad weicher und daher auch für niedrige Temperaturen geeignet. Wir arbeiten weiter an der Verbesserung und Innovation durch Erfahrung".
Eigene Produktion
Ripstaal ist eines der wenigen Unternehmen in Europa, das die gesamte Palette der Baumaterialien und Metallstuckprofile selbst produziert.
"Wir machen das Beste vom Besten, wir produzieren nach den höchsten europäischen Standards. Natürlich können wir auch nach China auslagern. Aber wohin sollen wir gehen, wenn das Produkt rostet? Wir schließen dieses Risiko aus, indem wir alles selbst machen.
Ripstaal wächst weiter
Wo liegt der Horizont für Ripstaal, wo derzeit etwa 50 Mitarbeiter tätig sind? Der Himmel ist die Grenze, sagt Van Rijsingen.
"Wir streben danach, dass unsere Produkte überall auf der Welt eingesetzt werden. Ein schöner Schritt in diese Richtung ist das Engagement Knauf hat gezeigt. Knauf, ein weltweit tätiger Gipskartonhersteller, hat sich die KlicK-Platte zu eigen gemacht. Das hat dazu geführt, dass wir bereits buchstäblich in der ganzen Welt unterwegs sind. Unser Markt wächst und wir wachsen mit ihm. Indem wir das tun, was wir gut können, und indem wir weiterhin innovativ sind".



